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Isabella Archan: Österreich

Drei Morde für die Mördermitzi

Drei Morde für die Mördermitzi

Das klingt irgendwie harmlos, nett, freundlich, was weiß ich. Jedenfalls nicht nach Mord und Totschlag. Wenn Sie Isabella Archan ein wenig kennengelernt haben, durch das Lesen ihrer Krimis, dann gehen Sie schon vorsichtiger mit der Mördermitzi um. So fröhlich und arglos wie sie sich gibt und auch tatsächlich ist - das Schicksal hat es wahrlich nicht gut mit ihr gemeint. Ich bin nur froh, dass sich die Agnes inzwischen ein wenig um sie kümmert. Obwohl - immer kann sie auch nicht auf die Mitzi aufpassen. Und schon gar nicht in ihrem letzten Fall: Drei Morde für die Mördermitzi. Die Agnes würde sich ja schon mehr um die Mitzi kümmern, genauer gesagt: aufpassen. Aber es geht nicht, denn..., genau da liegt das Problem. Die Mördermitzi wird verdächtigt. Jawohl, unsere Mitzi. Und nur einer bzw. eine könnte ihr helfen. Und die könnte zwar, aber darf nicht.
Es ist alles so kompliziert.
Der Leser rennt gemeinsam mit der Mitzi in ihr Unglück. Sehenden Auges. Keiner kann sie halten, aufhalten. Man ahnt ihren nächsten Schritt und möchte sie hindern. Sie trifft Menschen, die es gut mit ihr meinen - wirklich? Ihrer Freundin , der Inspektorin Agnes Kirschnagel, geht es ähnlich.
Und an dieser Stelle kommt die Autorin ins Spiel. Wie bitte? Richtig. Isabella Archan verlangt dieses Mal eine ganze Menge von ihren Lesern. Zur Mördermitzi passt noch Mörder-Tempo. Es ist wirklich atemberaubend. So, als könnte sie  (die Autorin) durch eine schnelle Handlung das Schlimmste verhindern. Tut sie aber nicht. Ich kann mich nicht vom Text lösen. Ich muss wissen, wie es weitergeht. Sicher geht es gut aus. Aber so, wie sich die Mitzi verhält und so weit weg, wie die Agnes ist, kann die Geschichte eigentlich nicht gut ausgehen. Wann kommt die Wende?
Für etwas Trost sorgen kleine Verschnaufpausen, Balsam für geschundene Krimi-Gemüter. Ein Wenig was fürs Herz. Bis sich die größte Aufregung beim Leser gelegt hat.
Drei Morde für die Mördermitzi erschien Ende Mai, wieder bei emons:.

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